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Narrenzunft Stegstrecker Pfullendorf

 

 

Das heutige farbenfrohe Bild der Pfullendorfer Hexen mit ihren Reisigbesen, den dampfenden Kohlebügeleisen und den halb verbrannten Rinderknochen im Kessel des Hexenkarrens lassen den eigentlichen Ursprung dieses Tuns und Treibens nur ahnen. So geht man davon aus, dass aus dem früheren Wahn und Glauben an die Hexen viele Jahre später aus der ursprünglich schrecklichen Gestalt eine bodenständige Fasnetfigur entstand. Es ist der Brauch überliefert, wonach in früheren Jahren junge Burschen alte Frauenkleider anzogen und mit einer Stoffmaske bekleidet ihr Unwesen trieben.

Die Figur des Nidler entspringt einem mittelalterlichen reichsstädtischen Brauch. Sie findet ihren historischen Ursprung in einem Pfullendorfer Ratsprotokolleintrag vom 15.12.1795: Dort steht zu lesen, dass drei Donnerstage vor Weihnachten die sogenannten Nidelnächte waren, in denen junge Burschen in den Gassen der Stadt Unfug trieben und sich zum Nidelessen einluden. Als Nideln, ursprünglich der alemannische Ausdruck für Süßrahm, bezeichnete man Zopfbrot bzw. süßes Gebäck.

Ein altes Pfullendorfer Kostüm ist der Plätzlehänsele. Schon Ende des 19. Jahrhunderts ist diese Figur anzutreffen. Allerdings bestand das Kostüm damals aus einem gewöhnlichen Anzug, auf den lediglich bunte „Plätzle“ und Geflitter genäht waren. Heute ist der Hänsele gekleidet in einem Plätzlekleid mit ca 1200 gleichmäßig geschnittenen Filzstücken („Plätzle“) ohne erkennbare feste Farbzusammenstellung.

Die wohl ältesten Figuren in der Pfullendorfer Fasnet sind die Narreneltern. Schon bei Gründung des Vereins 1856 war diese Narrenfiguren in der Fasnet tätig. Die Narrenmutter ist nach altem Brauch ein Mann. „Sie“ trägt die weibliche Linzgautracht mit Radhaube, langen Unterhosen, Unterrock, Schal und natürlich auch einen Büstenhalter.

 

Homepage der Narrenzunft Pfullendorf

Textquelle: Narrenzunft Pfullendorf

Bilder: © Josef  Haag / www.jh-foto.de